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TOLLWUT IM URLAUB
Südostasien-Reisende besonders gefährdet

(ADAC 02.03.2005) ADAC: bei Biss sofort zum Arzt

Weltweit sterben jährlich mehrere 10 000 Menschen an der Tollwut. Während in den meisten europäischen Ländern Tollwut eine sehr seltene Erkrankung ist, kommt die lebensbedrohliche Virusinfektion in vielen Fernreiseländern jedoch häufig vor. Südostasien-Urlauber sind besonders gefährdet. Als Gebiete mit hohem Infektionsrisiko gelten aber auch Teile Brasiliens, Bolivien, Kolumbien, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Mexiko, Nepal, Peru, Philippinen, Sri Lanka, Thailand und Vietnam. Wer im Urlaub kein Risiko eingehen will, sollte laut ADAC Folgendes dringend beachten:

  • Vor Reiseantritt klären, wie hoch die Gefährdung im Urlaubsland ist.
  • Jeglichen Tierkontakt in Hochrisikogebieten vermeiden. Kinder sind durch ihre geringere Körpergröße und häufig auch durch ihr Verhalten Tieren gegenüber besonders gefährdet.
  • Daran denken, dass vor allem auch ungeimpfte Haustiere und streunende Hunde eine Ernst zu nehmende Tollwut-Gefährdung bedeuten.
  • Nach einem Biss oder einer Verletzung und gleichzeitigem Kontakt zu Tieren umgehend einen Arzt zur Wundversorgung (Desinfektion) aufsuchen und gegebenenfalls auf eine Impfung bestehen.
  • Sich eventuell vor der Reise impfen lassen. Dies kann bei Rucksackreisen in Hochrisikogebiete oder in Gebiete, in denen nicht immer ein Impfstoff zur Verfügung steht, wie beispielsweise in Indien, sinnvoll sein.
  • Haustiere, die mit auf die Reise gehen, unbedingt gegen Tollwut impfen. Fremde Tiere keinesfalls ohne tierärztliche Untersuchung und Genehmigung aus Risikogebieten mit nach Hause nehmen. Durch die illegale Einfuhr kann das Infektionsrisiko auch in europäische Länder importiert werden.

Tollwut kann bei sofortiger Behandlung auch noch nach der Ansteckung durch eine spätere Impfung (postexpositionelle Immunprophylaxe) verhindert werden, verläuft jedoch in der Regel immer tödlich, sobald die ersten typischen Symptome (Krämpfe, Lichtscheu, Abneigung gegen Wasser) auftreten. Die Inkubationszeit beträgt 3 bis 8 Wochen, in seltenen Fällen bis zu mehreren Monaten. Die aktive Tollwut Impfung (präexpositionelle Prophylaxe) hat eine Langzeitwirkung und wird als vorbeugende Schutzimpfung eingesetzt.

Weitere reisemedizinische Infos und aktuelle Meldungen zu den verschiedenen Urlaubsländern sind für Clubmitglieder kostenlos beim Auslands-Informations-Service des ADAC unter der Hotline 089/76 76 77 erhältlich.

Quelle: ADAC

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